Zu Gast im Traumstern

Regisseurin Gabi Röhrl

NUR DIE FÜSSE TUN MIR LEID – 500 KILOMETER JAKOBSWEG

Deutschland 2019, Farbe, 93 Min., FSK: o.A.
Regie: Gabi Röhrl

Trailer

Ungewöhnlich, authentisch und packend – Gabi Röhrl nimmt uns mit auf den Jakobsweg – den Camino Francés, auf eine spannende Reise, auf der immer DER WEG Hauptdarsteller bleibt. Der Zuschauer erlebt kleine und große Glücksmomente, grandiose Landschaften und interessante Begegnungen mit Menschen.
Der Weg beginnt in St. Jean Pied de Port, einem kleinen französischen Städtchen am Fuße der Pyrenäen. Von dort aus brechen jedes Jahr unzählige Menschen auf, um das 800 km entfernte Santiago de Compostela zu erreichen.

„Der Jakobsweg: Seit Hape Kerkeling seine Selbstfindung beschrieb, zieht es immer mehr Deutsche in den Norden Spaniens auf die berühmten Pilgerstrecke. Viele bringen Blog-Artikel oder Bücher von der Wanderung mit, die aus Bayern stammende Gabi Röhrl gleich einen Film. Ihre Dokumentation „Nur die Füße tun mir leid“ erzählt in lockerem Plauderton von Sinnsuche und Blasen an den Füßen.“ (programmkino.de)

Do 16. Januar um 19.30 Uhr mit Filmgespräch mit Regisseurin Gabi Röhrl
Der Film ist zudem Von Mo 20. bis Mi 22. Jan Täglich um 15 Uhr im Programm


Regisseur Sebastian Heinzel

DER KRIEG IN MIR

Deutschland 2019, Farbe, 86 Min., FSK: ab 6
Buch und Regie: Sebastian Heinzel

Trailer

Synopsis: Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass extreme Stresserfahrungen genetisch weitervererbt werden können. Sebastian Heinzel untersucht die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf seine Familie und folgt den Spuren seines Großvaters, der als Wehrmachtssoldat in Weißrussland war. Dabei entdeckt er erstaunliche Verbindungen zu seiner eigenen Geschichte und den Kriegsträumen, die ihn seit Jahren verfolgen.
„Schweissgebadet wache ich nachts auf. Immer wieder derselbe Traum. Ich sitze in einem Panzer und schieße auf Menschen. Alle sprechen russisch. Ich bin im Krieg.“ Ausgehend von seinen nächtlichen Kriegsträumen begibt sich der Filmemacher Sebastian Heinzel auf eine Spurensuche… Er folgt den geheimnisvollen Wegen seiner Großväter von Nordhessen bis nach Russland und entdeckt ungeahnte Verbindungen zu seiner eigenen Geschichte. Auf seinem Weg trifft der Autor Menschen aus Deutschland, Polen, Weißrussland, Frankreich und der Schweiz, die ähnliche Erfahrungen haben und neue Blickwinkel auf den Umgang mit unserer Vergangenheit werfen. So erzählt der Film über die deutschen Grenzen hinaus von der Generation der heute 35- bis 50-jährigen Kriegsenkel aus Ost und West, deren Leben auf besondere Weise von der europäischen Kriegsgeschichte und den traumatischen Erfahrungen ihrer Eltern und Großeltern geprägt zu sein scheint. Anhand der eigenen Familiengeschichte und der weiteren Protagonisten erforscht der Regisseur, wie einschneidende kollektive Ereignisse wie Flucht, Vertreibung und Völkermord bis in die zweite und dritte Generation hineinreichen.
Vor dem Hintergrund der globalen Flüchtlingskrise und den bedrohlichen internationalen Spannungen erzählt DER KRIEG IN MIR von der Hoffnung der Enkelgeneration auf Heilung und Versöhnung und ist damit ein dringender Appell für den Frieden in Europa.

Matinée am So. 26. Januar um 12 Uhr
mit anschließendem Filmgespräch mit Regisseur Sebastian Heinzel, Moderation: Andrzej Klamt