Zu Gast im Traumstern

Expertengespräch mit Prof. Dr. Markus Knauff


HI, AI - Liebesgeschichten aus der Zukunft
Deutschland 2019, Farbe, 90 Min.
Regie und Buch: Isa Willinger

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Humanoide Roboter sind die neuen Lebewesen auf unserem Planeten. Sie sind an der Rezeption tätig, in Shopping Malls oder als Köche. Und sie führen bereits Beziehungen mit Menschen.
„Bei einer K.I. musst du deine Sätze knapp und pointiert halten“, gibt der Roboterentwickler Matt seinem Kunden Chuck mit auf den Weg, als dieser seine neue Roboter-Partnerin Harmony in der Fabrik abholt und die beiden zu einem Road Trip durch die USA aufbrechen. Der Sex-Roboter Harmony, so stellt sich auf den zweiten Blick heraus, mag Bücher und kann aus dem Stegreif Ray Kurzweil zitieren…
„Die digitale Revolution schreitet voran - Computer waren nur der Anfang, es folgt die Ära der künstlichen oder artifiziellen Intelligenz: AI oder auch KI. Isa Willinger zeigt Beziehungen zwischen Menschen und Maschinen, die bereits existieren. Oft spielerisch, manchmal träumerisch versonnen präsentiert die Filmemacherin einen Blick in die Zukunft. Im Mittelpunkt stehen ein niedlicher japanischer Lausebengel-Roboter und eine sprechende Sexpuppe mit philosophischen Neigungen. Dank einer ungewöhnlichen Struktur verfügt HI, AI über einen beträchtlichen Charme. Das liegt zum einen an den Robotern, die im Verlauf immer menschlicher wirken, aber auch an der erfrischend unbefangenen Art, wie Isa Willinger an ihr Sujet herangeht. Sie wertet nicht, sie schaut auf Menschen, Maschinen und Situationen. So liefert sie einen sehenswerten, unaufgeregten Film, der zu Diskussionen einlädt.“ (programmkino.de)

Film mit anschließendem Expertengespräch mit mit Prof.Dr. Markus Knauff
am Mi 15. Mai um 19.30 Uhr


Regisseur Dirk Szuszies


WIR SIND JUDEN AUS BRESLAU
Deutschland 2016, Farbe, 107 Min., FSK: ab 12
Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies
Mit: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heyman, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg

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Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.
Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem
Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.
Pressestimmen:
„Wir sind Juden aus Breslau" ist ein Kaleidoskop an ergreifenden, sprachlos machenden Einzel- und Familienschicksalen, die der Film klug, mitreißend und zu keiner Sekunde langatmig, miteinander verwebt.“ (Björn Schneider, Spielfilm.de)
„In vierzehn Lebensläufen entsteht eine Reise um die halbe Welt. Eine bewegende,
perspektivenreiche Dokumentation. Dieses Zusammentreffen der Zeitzeugen ist einmalig.
Der Film nimmt einen gefangen.“ ((Dorothee Tackmann, Programmkino.de)
In Kooperation mit der Jugendförderung des Landkreis Gießen und dem Kreisausländerbeirat
Matinéevorstellung am So 12. Mai um 12 Uhr
mit anschließendem Filmgespräch mit Regiesseur Dirk Szuszies
Am Mo 13. Mai besteht die Möglichkeit einer Sondervorstellung in Anwesenheit des Regisseurs für Schulklassen. Anmeldung im Kino T 06404-3810

VHS Talk EUROPA BEGEGNEN & Film


EUROPA, DAS FRIEDENSPROJEKT - PEACEMAKER EUROPA – EINE VISION DES FRIEDENS

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Europa steht aber auch für offene Grenzen und dauerhaften Frieden. Dennoch wird Europa im Vorfeld der Europawahl von Skeptikern in die Zange genommen – Brexit, Bürokratie, Euro... Im Talk mit Landrätin Schneider und Sven Görtz berichten Akteure aus Lich von eigenen europäischen Begegnungserfahrungen. Anschließend gibt es den Film PEACEMAKER : EUROPA, DAS FRIEDENSPROJEKT von Simon Jacob. 1980 kam der in Augsburg aufgewachsene Journalist und Buchautor Simon Jacob nach Deutschland. In seiner Heimat, im südanatolischen Raum, waren Konflikte an der Tagesordnung. Die Eltern suchten ein neues Zuhause. Jacob war damals zwei Jahre alt. Jahrzehnte später machte er sich, als Initiator des Friedensprojektes PEACEMAKER, wieder auf den Weg in den Nahen Osten. Dorthin, wo Krieg und Leid Millionen Menschen vertreiben. Ausgestattet mit Kamera und Notizblock war ihm, wie so vielen anderen auch die in Europa angekommen sind, klar, dass die Lösung für den Nahen Osten in den Antworten Europas auf die Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg zu finden sind.
Eine Veranstaltung der vhs Landkreis Gießen in Kooperation mit dem Kino Traumstern, der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich, dem Förderverein für Städtepartnerschaften der Stadt Lich, dem Europe-Direct-Informationszentrum Gießen, der Buchhandlung Eckschuster und dem Arbeit und Leben e.V – der Eintritt ist frei.
Donnerstag, 16. Mai um 19 Uhr (bis 21.15 Uhr) im Kino Traumstern