Zu Gast im Traumstern

Regisseurin ISABEL GATHOF

ausgezeichnet mit dem Hessischen Filmpreis 2018 als BESTE NEWCOMERIN

MORITZ DANIEL OPPENHEIM
Deutschland 2017, Farbe, 105 Min., FSK: o.A.
Regie & Buch: Isabel Gathof

Trailer

Seine Karriere begann im Ghetto von Hanau, von dem er schließlich als erster jüdischer Künstler mit akademischer Ausbildung zum „Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler“ aufstieg
Der weltweit erste abendfüllende Kinodokumentarfilm über den als „Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler“ in die Geschichte eingegangenen Moritz Daniel Oppenheim (*1800 in Hanau, gest. 1882 in Frankfurt/M.) schlägt auf zwei abwechselnden Erzählebenen Brücken vom Damals ins Heute.
Die junge Filmemacherin Isabel Gathof geht auf internationale Spurensuche nach Oppenheims Erbe und dokumentiert in eindrucksvollen Bildern das symbolische „Werden“ des Künstlers – verkörpert durch die Statue des Bildhauers Pascal Coupot, deren kreativer Entstehungsprozess vom ersten Golem-artigen Miniaturmodell bis hin zur überlebensgroßen Stahlskulptur von der Kamera begleitet wird. Eine ambitionierte Fusion aus elektronischer und klassischer Musik – die in Zusammenarbeit mit der Neuen Philharmonie Frankfurt entstand – setzt hier die passenden Akzente und bildet mit Reminiszenzen an das Werk Felix Mendelssohn-Bartholdys, einem Zeitgenossen Oppenheims, den Soundtrack zum Film.
„Dass er als erster jüdischer Maler Erfolg hatte, macht ihn zwar besonders, doch dies ist nicht das Einzige, was Moritz Daniel Oppenheim interessant macht. Wie Isabel Guthof in ihrer Dokumentation zeigt, für die sie zahlreiche Kunsthistoriker und Nachfahren des Malers interviewt hat, sind Oppenheims Gemälde auch eine Fundgrube für Historiker.“ (programmkino.de)
Am Mi 14. November um 19.30 Uhr stellt Regisseurin Isabel Gathaof ihr Regiedebüt m Kino Traumstern persönlich vor,
nach der filmvorführung gibt es ein Q 6 A mit der Regisseurin.

Der Film läuft zudem von Do 15. bis Sa 17. Nov täglich um 17.30 Uhr


die Kulturschaffende Meriam Busselmi aus Tunis


DIE TUNISREISE - Le voyage à Tunis
Schweiz 2007, 75 Min.; Französisch-arabische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Buch und Regie: Bruno Moll
Musik: Werke von Johann Sebastian Bach

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Der Maler Paul Klee hat 1914 eine Reise nach Tunesien unternommen, die ihn nachhaltig beeinflusste. Nun folgt der tunesische Filmemacher und Maler Nacer Khemir (bekannt geworden durch sein poetisches Filmmärchen „Bab’Aziz“) den Spuren Klees und lädt uns ein auf eine Entdeckungsreise in den Maghreb, hinein in die arabische Kultur. Er zeigt uns Orte, Formen, Farben und Licht, erzählt von seiner Arbeit und von Paul Klees Faszination, er denkt über die Beziehungen zwischen Okzident und Orient nach bis hin zu den Karthagern. Der Film lädt ein zur offenen Wahrnehmung.
Eine Reise verbindet zwei Künstler in unterschiedlichen Zeiten. Für den Maler Paul Klee war die Tunisreise 1914 ein entscheidender Wendepunkt im Schaffen, während der tunesische Filmemacher Nacer Khemir als Maler stark von Klees Werk beeinflusst ist. Wir begeben uns auf eine erhellende Reise nach Tunesien und tauchen ein in die Zeichen und Farben des Maghreb.
Tunis und Karthago, Sidi Bou Said, Hammamet und Kairouan sind die Stationen. Der Blick ist geprägt von Nacer Khemir, der als Weltenreisender eine faszinierende Vermittlung zwischen Orient und Okzident schaffen kann. Wir tauchen ein in Paul Klees Bild- und Gestaltungselemente, erfahren über seine Reise den Blick auf Tunesien aus einer Zeit, die den Tourismus noch nicht kannte. Nacer Khemir geleitet uns zu den Zeichen, die diesen Teil der Welt prägen und von denen Klee viele aufgenommen hat. Die Verbindung zwischen dem europäischen und dem maghrebinischen Blick, eingefangen in wunderbaren Bildern durch Matthias Kälin, weitet unsere Sinne und lässt uns wie nebenbei die arabische Welt und jene des Islams neu wahrnehmen. Eine bereichernde Begegnung und eine lohnende Reise.

In der Matinée am So 18. Nov um 12 Uhr mit anschließendem Filmgespräch mit Meriam Busselmi (Autorin, Dramatrurgin, Regisseurin und Rechtswissenschaftlerin)
Sie gewährt Einblicke in das Kunstschaffen des post-revolutionären Tunesiens. Frau Busselmi lebt und arbeitet in Berlin und Tunis

In der Reihe mit tunesischen Filmen zeigen wir zudem
AS I OPEN MY EYES
von So 25. bis Di 27. Nov um 21.15 Uhr
sowie HEDIS HOCHZEIT
Matnée am So 2.Dez um 12 Uhr

Mitarbeiter von Saatgu Bingenheim


UNSER SAATGUT WIR ERNTEN, WAS WIR SÄEN
USA 2016, Farbe, 94 Min., FSK: ab
Buch, Regie und Schnitt: Taggart Siegel, Jon Betz

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Prachtvolle Öko-Doku zur Rettung der Saatgutvielfalt
Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Saatgut. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind die Samen unserer Kulturpflanzen die Quelle fast allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt.
Mit ihrem Dokumentarfilm folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann.

„Die Dokumentation handelt nicht nur von einem Wunder - vom Saatgut als Geschenk der Natur, sondern ist selbst eines: als extrem interessante Zusammenstellung von praktisch allem, was aktuell mit Getreide und generell Kulturpflanzen zu tun hat. Dabei geht es auch um die Bedrohungen durch Gentechnologie, Pflanzengifte und Patente auf Saatgut wie um den weltweiten Kampf dagegen und mögliche Alternativen. Handwerklich ist der Film ebenfalls eine Meisterleistung: Die gelungene, abwechslungsreiche Mischung aus realen Bildern mit Interviewszenen, Animationen und Mikro- sowie Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen bietet jede Menge Abwechslung - Infotainment vom feinsten!“ (programmkino.de)

Matinée am So 25. Nov um 12 Uhr mit anschließendem Filmgespräch mit Mitarbeitern von Saatgut Bingenheim
Der Film läuft zudem Mo 26. bis Mi 28. Nov täglich um 15.30 Uhr